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Erstellt am 21.12.2009
Abgelegt unter Internet
Getagged mit blog

Für alle, die es noch nicht wissen sollten, ich verwende für diesen Blog die Software jekyll. Diese Software macht aus einem Haufen Text-Dateien fertige HTML-Dateien, die man dann auf einen Server deployen kann. Dadurch entstehen ausschließlich statische Seiten. Somit ist es erst mal nicht möglich, dynamische Inhalte hinzuzufügen. Was auch bedeutet, dass es keine Möglichkeit gibt Beiträge zu Kommentieren.

Die meisten Seiten, die auf jekyll aufsetzten verwenden daher Kommentar-Systeme, die man ausschließlich per JavaScript einbinden kann. Das sind externe Dienstleister, die sich genau auf dieses Thema spezialisiert haben. Dieses hat den Vorteil, dass man keinerlei Änderungen an der Software vornehmen muss, und auch für den Server keine weiteren Anforderungen hat.

Mir persönlich gefällt diese Lösung aus mehreren Gründen nicht:

  1. Das bedeutet, ich muss einen externen Dienstleister nutzen. Stellt der seinen Dienst ein, oder ist er nicht verfügbar, so ist meine Seite ebenfalls eingeschränkt.
  2. Die Daten liegen erstmal ausschließlich bei Dritten. Auch wenn man teilweise Backups ziehen kann, hat mein keine direkte Kontrolle über die Daten.
  3. Die Verwendung von JavaScript stellt mehr Anforderungen an die Ressourcen, die die Seite benötigt. Sowohl was Rechenleistung zur Darstellung, als auch Bandbreite für die Kommentare bedeutet. Sicherlich spielt das meist keine Rolle, aber wenn man schon einen so minimalen Blog betreibt, dann ist das auch schon zu viel…

Ich habe mir daher kurzerhand eine eigene Lösung gebastelt. Diese nutzt auf der Server Seite ausschließlich PHP. Es handelt sich dabei um ein einfaches Script, was einfach nur die Formular-Daten der Kommentare annimmt, diese minimal verifiziert, und anschließend eine Mail an mich schickt.

Ich kann dann manuell diese Mail bearbeiten, und den Kommentar in den Blog einfügen. Durch dieses manuelle Einfügen ergibt sich zwangsweise gleich eine gewollte Moderation der Kommentare.

Für meinen Blog reicht diese Lösung. Ich rechne nicht mit einer ungeheuren Flut von Kommentaren, so dass ich die wenigen eintrudelnden Kommentare locker manuell nachtragen kann. Bei Seiten, die mehr Kommentare erwarten währe es Denkbar, dass das Script die Kommentare automatisch in die Blog-Dateien einträgt, und anschließend jekyll auf dem Server aufruft, um die statischen Dateien zu erzeugen. Nur gibt es dann nicht die Möglichkeit manuell zu Moderieren.

Das Schöne an dieser Lösung ist, ich kann die jekyll-Templates verwenden, um auch die PHP-Datei für mein Kommentar-Versand mit einem Layout auszustatten. Außerdem ist keine Anpassung an jekyll selber nötig. Die Kommentare werden in den Meta-Angaben jedes Blog-Posts gespeichert, und stehen damit im Post-Template zur Verfügung.

Ich weiß, ich habe in meinem Eröffnungs-Beitrag zwar geschrieben, dass ich kein Kommentare-System plane, aber irgendwie hatte ich die Tage wohl zu viel Zeit. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, und bin dann zu der Entscheidung gekommen, dass diese Lösung die Sauberste, und Einfachste ist. Somit habe ich mich halt heute mal eine halbe Stunde hingesetzt, und das ganze zusammen gebastelt!

Damit haben wir nun wohl einen vollständigen, halbwegs modernen Blog, der auf statischen Dateien aufsetzt! Passt doch, oder?

Und wehe, es kommentiert jetzt keiner…

Kommentare:

Am 21.12.2009 von Sebastian (Homepage)
Ich bin ein einfacher Kommentar. Ist das nicht Klasse?

Am 22.12.2009 von SaForge
Mh, interessant. Ich bin auf Jekyll aus diversen Gründen umgestiegen, vor allem um am Webserver so wenig "Zeug" wie möglich zu haben und keine Updates mehr benötige, usw... die Kommentar-Geschichte ist so ein Zwiespalt. Einerseits will ich am Server nicht wieder eine PHP-Lösung laufen haben, andererseits ist ein externer Dienst auch so eine mhhhh-Sache. Aber der manuelle Ansatz ist interessant, aber wieder Mehraufwand (zumindest vom Grundsatz her). Hinderlich wird es vermutlich dann, wenn bei einem Beitrag eine regen Diskussion entsteht - jedoch man selber gerade am dem Tag nicht verfügbar ist und somit keine Seiten generieren kann.

Schade, dass es kein statisches kommentieren gibt :)

Am 22.12.2009 von Sebastian (Homepage)
Ich finde jekyll interessant, weil es statische Seiten generiert, und den Weg des Programmierers geht. Sprich ich fühl mich da zu Hause... ;)

Die Kommentar-Lösung die ich hier verwende ist bewusst darauf ausgelegt, dass es wenige Kommentare gibt. Außerdem können Diskussionen auch unterbunden werden, wenn dynamische Kommentare genutzt werden, die dann moderiert werden. Nichts anderes stellt das aktuelle System dar...

Am 22.12.2009 von SaForge
Da hast Du natürlich recht, das ist ein gutes Argument. Vielleicht ist der Ansatz wirklich nicht schlecht, vor allem wenn man die Kommentar-Funktion sehr rudimentär hält. Na mal schauen, ob ich mal ein wenig Zeit dafür finde demnächst und mir ebenfalls etwas zusammenstoppel... je unabhängiger und einfacher umso besser.

Am 23.12.2009 von Sebastian (Homepage)
Wenn Bedarf besteht, kann ich auch einfach meine Lösung weiter reichen. Wobei das wirklich ziemlich primitiv ist... ;)


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