Linphone und sipgate

Freitag, 16. April 2004
Linphone LogoWie ich bereits vor einigen Tagen erwähnte habe ich mich bei sipgate angemeldet. Nach einigen Tagen probieren ist es mir nun endlich gelungen linphone hinter einer Firewall zu betreiben und normal zu telefonieren.

Da sipgate selber keine Informationen darüber herausrückt, wie man ein Telefon oder eine Software hinter einer Firewall betreibt, und auch sonst die gefundenen Informationen im Internet eher spärlich sind, berichte ich hier einfach mal über meine Erfahrung.

Sipgate bedient sich zur IP-Telefonie der SIP-Technik. Diese verlangt einen SIP-Port (Default 5060/UDP). Zusätzlich werden die Sprachdaten über RTP übertragen. Dieser ist bei Linphone standardmäßig auf Port 7000/UDP eingestellt. (Die sipgate Telefone nutzten dabei Port 5004! Die angegebenen Ports müssen also dementsprechend angepasst werden.)

In der Firewall muss man also nun die Ports 5060/UDP und 7000/UDP freischalten und auf die interne IP des Rechners lenken, auf dem Linphone läuft.

Immerhin kann man dann ein Anruf tätigen, und der Angerufene hört einen. Man selber hört aber nichts. Die Leitung bleibt stumm!

Nach langem probieren, und dem lesen diverser Anleitungen und Texte, dem ausprobieren von etlichen Programmen unter Linux und Windows bin ich schließlich in der Software bonephone auf einen Hinweis gestoßen, warum das nicht funktioniert...

Bonephone gab mir immer die Fehlermeldung, dass es keine Freien Ports mehr hätte. Nach einem kurzen Blick in die Config-Datei ist mir dann aufgefallen, dass RTP nicht einen sondern mehrere Ports benötigt!

Nach dem Freischalten der Ports 7001/UDP bis 7010/UDP war es mir dann auch möglich mit linphone zu telefonieren! :)

Ich hoffe, dass die paar freigegebene Ports reichen. Notfalls muss ich halt einfach noch einige Ports mehr Freischalten.

Hier also ein Hinweis an die Softwarehersteller: Schreibt doch bitte in den Anleitungen, dass ihr mehrere UDP-Ports für RTP benötigt. Danke!