Der Weihnachtsmann

Montag, 6. Dezember 2004
Was mich an Weihnachten schon immer gestört hat, sind die vielen Menschen. Überall rennen Unbekannte, wie Ameisen, durch die Gegend. Sie wollen möglichst schnell von A nach B und zurück. Dabei wird ohne Rücksicht auf Verluste gerämpelt, gepöbelt und laut gebrüllt. Jeder ist sich selbst der Nächste, die Anderen interessieren ihn nicht.

Und ich? Ich bin mittendrin, gemütlich wandere ich meines Weges. Ständig werde ich von links nach rechts geschupst. Ständig schimpft jemand über mich. Ständig stehe ich jemanden im Weg, ohne den ich nicht anhalten müßte. Ich wandere vor mich hin, schau mir den trubel an und beobachte die Menschen, wie sie hin und her hetzen.

Achja, wir haben ja bald Weihnachten und so sieht man überall Weihnachtsmänner. An jedem großen Kaufhaus hängt mindestens ein Exemplar. Überall leuchten Lichter, Lämpchen und Stern.

Aber halt! Der Weihnachtsmann... Was ist das eigentlich?

Nun, der Weihnachtsmann entwickelte sich ursprünglich einmal aus dem Heiligen Nikolaus. Der durch seine Großzügigkeit zur Legende wurde. Ihm zu Ehren schenkte man, an seinem Todestag (der 6. Dezember) seinen Mitmenschen Nahrhaftes. Aufgrund der Reformation verlagerte sich das Beschenken auf den 24. Dezember.

Der Brauch des Nikolaus wurde im 17. Jahrhunder von Holland nach Amerika exportiert. Hier entstand im 19. Jahrhundert das moderne Bild des Weihnachtsmannes. Durch ein Gedicht von Clement Moore bekam der Weihnachtsmann seine Rentiere und den Einstieg durch den Schornstein.

Die Firma Coca Cola verwandte bereits in den zwanziger Jahren den Santa Claus als Werbemittel. Jedoch gelang Coca Cola erst 1931 der Durchbruch, wodurch der Weihnachtsmann heute auf der ganzen Welt ein Symbol für Konsum geworden ist.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Nikolaus.