Schlittschuhfahren auf der Straße

Ich musste Heute früh feststellen, dass der Wagen mal wieder zugeschneit war. Von wegen, besseres Wetter! Da hat irgendwer den Wetterfrosch bestochen! So musste ich als erstes ein bisschen Schnee schippen, und den Wagen frei fegen, damit ich los konnte. Nur leider sollte es nicht dabei bleiben.

Ich wohne im Moment auf einem kleinen Hügel. Die Straße ist eine Privat-Straße und wird, durch den am höchsten wohnenden Nachbarn, mit seinem Traktor geräumt. Nur wird der Schnee nicht weggeräumt, sondern nur an den Straßenrand geschoben. Dadurch ist die sowieso schon recht schmale Straße zusätzlich verengt. So dass ich jetzt gar nicht mehr wenden kann. Mit dem Bulli meiner Eltern muss ich also rückwärts den Hügel runter fahren. Oder, so wie Heute, manchmal auch rutschen...

Irgendwie habe ich mich dann auf den spiegelglatten Straßen bis zur Tankstelle vorgekämpf, und habe dort getankt. Bis zu diesem Zeitpunkt war eigentlich alles noch in Ordnung! Es hat zwar geschneit und die Straßen waren glatt, aber alles nur halb so wild.

Von der Tankstelle bin ich dann direkt auf die Autobahn gefahren. Auf der Autobahn stelle ich auf einmal fest, dass auf der linken Seite etwas gegen die Scheibe der Beifahrertür schlägt. Ich schaue hin, und kurze Zeit später fliegt etwas weg.

Auf dem Parkplatz des Betriebs habe ich dann feststellen können, dass das Ende der Sonnendach-Schiene nur geklebt war. Scheinbar war aber das Plastik marode und hat sich auf der Fahrt verabschiedet. Nach den Resten auf dem Wagen zu Urteilen hält der Kleber, und nur das Plastik hat das Wetter nicht vertragen.

Nur hat es auf von der Autobahn noch eine ganze Weile gedauerte, bis ich im Betrieb angekommen bin. Vorher muss ich über einige Dörfer fahren, was sich Heute früh als sehr schwierig raus stellte.

Die Straße war so glatt, dass ich trotz sehr langsamer Geschwindigkeit öfters stark gerutscht bin. Einmal hat es mich dabei fast komplett gedreht. Zum Glück war die Straße recht breit und kein anderes Auto in der Nähe. Bis auf einen Schreck ist nichts weiter passiert. Ich habe mit durchdrehenden Reifen gedreht um dann noch langsamer weiter zu fahren.

Ich bin dann die meiste Zeit mit weit weniger als 30 Stundenkilometern über die Dörfer gefahren. Da es hier in Bayern jedoch einige Berge gibt, hab ich an so mancher Steigung mit durchdrehenden Reifen zu tun gehabt. Wie ich heute früh Steigungen von bis zu 15% schaffen konnte, weiß ich auch nicht mehr. Irgendwann bin ich jedenfalls sicher angekommen.

Über den Nachmittag scheinen die Straßen ein wenig abgetaut zu sein. Wenn es also heute Abend nicht gefriert und oder oder schneit, hoffe ich, dass der Rückweg schneller und harmloser wird. So langsam habe ich jedenfalls mehr als genug vom Winter! Ich könnte jetzt eine Woche Karibik und 30 Grad im Schatten gebrauchen...

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