40 Cent pro Liter Milch



Unsere Nachbarn sind ja nun bekanntlich Bauern. Genau genommen sind sie Milch-Bauern. Normalerweise sollten sie ihren Lebensunterhalt durch die Produktion von Milch bestreiten. In Wirklichkeit sieht es jedoch so aus, dass der Lebensunterhalt durch die Produktion von Milch nicht mehr gesichert werden kann. Die zwei rackern den ganzen Tag und am Ende des Monats reicht die Ausbeute trotzdem nicht aus, um die laufenden Betriebskosten zu decken!

Da es nicht nur ihnen so geht, sondern den meisten Bauern. Hat der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e. V. zu Protesten aufgerufen. Diese fanden bereits Ende Mai statt. Dabei gingen mehrere tausend Bauern auf die Straße demonstrieren. Die Forderung lautet 40 Cent pro Liter Rohmilch.

Derzeit sieht es so aus, dass die Bauern hier 27 Cent Festpreis pro Liter bekommen. Dabei wird je nach Qualität der Milch bis zu fünf Cent zusätzlich ausgezahlt. Man bekommt also derzeit maximal 32 Cent pro Liter Rohmilch von den Molkereien gezahlt. Der Höchstpreis wird dabei jedoch selten erreicht.

Sollten die Verhandlungen mit den Molkereien nicht erfolgreich sein, so haben die Bauern angedroht im Herbst die Milchproduktion einzustellen. Neben Deutschland wollen sich auch weitere Länder beteiligen. Je nachdem, wie große Vorräte der Einzelhandel angelegt hat, kann der Preis also zum Ende des Jahres steigen und eine allgemeine Milchknappheit entstehen. Es wird sich dann raus stellen, wer den längeren Atem hat.

Ich persönlich gönne den Bauern einen höheren Preis. Zumal die 40 Cent gerade ausreichen, um die normalen Betriebskosten zu decken. Ein Gewinn wird damit nicht erwirtschaftet! Wer es den Bauern ebenfalls gönnt, der kann Helfen: Zum einen kann man im Herbst den Einzelnhandel leer kaufen, um zu helfen eine Milchknappheit zu erzeugen. Zum anderen kann man selber darüber berichten... Gerne stelle ich dafür auch weitere Grafiken zur Verfügung!

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